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Projekt Leitungsersatz

7. Juni 2021

Erneuerung Leitungsnetz

  • Nachdem festgestellt wurde, dass die Wasserleitungsbrüche in der Vergangenheit stetig zugenommen haben und der Wasserverlust immer grösser wurde, entschied der Gemeinderat Mitte 2014, die Erneuerung des Leitungsnetzes konzeptionell anzugehen.
  • Es wurde ein Konzept für die Erneuerung des Leitungsnetzes erstellt. Dazu hat man die Daten der Leitungen (Alter, Material, Zustand, etc.) erhoben. Danach wurden aufgrund der Rückmeldungen der Brunnenmeister und der Rapporte über die Leitungslecks die Dringlichkeiten der Leitungssanierungen festgelegt.
  • Für die Erarbeitung des Konzepts wurde im Sommer 2014 eine Arbeitsgruppe eingesetzt.
  • Die Arbeitsgruppe nahm im Herbst 2014 ihre Arbeit auf und definierte folgende Ziele für das Projekt:
  • Die kontinuierliche Erneuerung des Wasserleitungsnetzes (Werterhalt).
  • Die Reduktion der Leckreparaturen (Kostenreduktion der laufenden Rechnung).
  • Die Verhinderung von Wasserverlusten (Ökologie und Kostenreduktion).
  • Die Feststellung der zukünftigen Kosten (Schätzung) für eine Finanzplanung (Planungssicherheit).
  • Das Erstellen einer Prioritätenliste nach Alter, Reparaturanfälligkeit usw. (Finanzplanung).
  • Im Januar 2015 definierte die Arbeitsgruppe das Grobkonzept:

Es sollen 3 Prioritätsstufen definiert werden, bei denen festgelegt wird, in welchem Zeithorizont wir den Ersatz angehen wollen. Damit wird sichergestellt, dass wir eine saubere Finanzplanung erstellen können.

  • Prioritätsstufe 1 = P1 > Sanierung in den nächsten 10 Jahren
  • Prioritätsstufe 2 = P2 > Sanierung in den nächsten 20 Jahren
  • Prioritätsstufe 3 = P3 > Sanierung in den nächsten 30 Jahren

Dann wurden die zu ersetzenden Wasserleitungen einer Prioritätsstufe zugeordnet. Danach soll das GEP beigezogen werden, damit die Prioritätsstufen entweder verändert oder verifiziert werden können. Schlussendlich wird noch der Zustand der Strasse berücksichtigt. Bei der Priorisierung wird noch nicht auf die Leitungslänge resp. die zu erwartenden Kosten Rücksicht genommen. Auf den Plänen wurden folgende Alterskategorien farblich eingezeichnet:

1995 – 2014        hier besteht grundsätzlich noch kein Handlungsbedarf

1975 – 1994         diese Leitungen werden der P3 zugeordnet

1955 – 1974         alle Leitungen wurden einer Prioritätsstufe zugeteilt

1935 – 1954         alle Leitungen wurden einer Prioritätsstufe zugeteilt

1900 – 1934         alle Leitungen wurden einer Prioritätsstufe zugeteilt

  • In einem Terminplan legte die Arbeitsgruppe fest, dass das Konzept bis am 30.06.2015 erstellt sein soll. Die Kreditgenehmigung soll an der Dezember-GV 2015 erfolgen. Die Umsetzung der 1. Etappe der 1. Priorität, kann ab 2016 erfolgen.
  • Eine grobe Kostenschätzung des Ingenieurbüros Bill Weyermann Partner AG ergab, dass wir für die erste Priorität P1 mit einem Investitionsvolumen (Wasser, Abwasser und Strasse) von 4,3 Mio. rechnen müssen.
  • Die erarbeiteten Zahlen aus dem Konzept flossen dann in die Finanzplanung ein. Es wurden somit jährlich CHF 300‘000.00 für Sanierungen berücksichtigt.
  • Am 04.05.2015 genehmigte der Gemeinderat das Konzept zur Erneuerung des Leitungsnetzes.
  • Innerhalb der Priorität 1, wurden 10 sanierungsbedürftige Strassen noch einmal priorisiert:
  1. Birkenweg                   CHF 381‘000.00
  2. Brunnmatt                   CHF 278‘000.00 + Schiblerstrasse CHF 69‘000.00
  3. Stöckstrasse               CHF 368‘000.00
  4. Bühlrain                       CHF 275‘000.00 + Moosgässli CHF 300‘000.00
  5. Chilchacher                 CHF 170‘000.00
  6. Utzenstorfstrasse        CHF 730‘000.00
  7. Kornhausweg              CHF 356‘000.00
  8. Zufahrt Eichholz          CHF 367‘000.00
  9. Unteres Eichholz         CHF 974‘100.00
  • Die Kredite für die definierten Einzelobjekte wurden jeweils an der Gemeindeversammlung beantragt. Bei dieser Variante hat die Gemeinde viel Spielraum und auch die Flexibilität, einzelne Projekte vorzuziehen oder nach hinten zu schieben, was auch immer wieder vorkam.
  • Für die Sanierungsarbeiten werden immer auch die Genossenschaft Elektra und die swisscom miteinbezogen.
  • 2016 wurde mit der Umsetzung des Konzeptes gestartet. Dabei wurde vor jeder Etappe darüber diskutiert, welche Sanierung innerhalb der P1 angegangen werden soll.
  • Die Kredite für folgende Sanierungen wurden durch die Gemeindeversammlung genehmigt, die Arbeiten durchgeführt und teilweise wurden die Kredite bereits abgerechnet:

                                                                                   Kredit                         Abrechnung

  1. Birkenweg                 GV 06.06.2016       CHF 340'000.00          CHF 322'000.00
  2. Stöckstrasse              GV 09.06.2017       CHF 450'000.00         CHF 446'000.00
  3. Kornhausweg           GV 01.12.2017        CHF 460'000.00          CHF 408'000.00
  4. Unterer Schibler        GR 03.09.2018       CHF   90'000.00
  5. Brunnmattweg         GV 07.12.2018         CHF 273'000.00
  6. Chilchacherstrasse  GV 07.12.2018         CHF 340'000.00
  7. Bühlrain                     GV 06.12.2019        CHF 585'000.00
  8. Unteres Eichholz       GV 04.12.2020        CHF 735'000.00
  • Ende 2020 wurde ein erstes Fazit gezogen. Die Auswirkungen auf den Wasserverlust durch die durchgeführten Leitungssanierungen sind positiv. Der Vergleich zwischen dem Wasserverbrauch im Oktober 2010 (23’790m3) und dem Verbrauch im Oktober 2020 (16’337m3), zeigt klar auf, dass weniger Wasser «verloren» geht (-7’453m3).